Biosigel

Bio-Siegel verstehen

Öko, Bio und Natur: Was bedeuten die unterschiedlichen Siegel auf Lebensmitteln?

Beim Einkaufen stellt sich immer wieder die Frage: Bio-Produkte kaufen oder die konventionelle Alternative? Dabei geht es weniger um die Qualität, die so oder so auf einem hohem Niveau ist. Vielmehr spielen in diesem Zusammenhang Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ethik und Umweltschutz eine Rolle. Biologisch arbeitende Landwirte legen Wert darauf, ihre Waren im Einklang mit der Natur zu produzieren.

In ihrer Aussage sind die verschiedenen Bio-Siegel nicht ganz gleich, daher hier ein Überblick.

EU-Bio-Siegel

Das Blatt auf grünem Grund setzt sich aus weißen Sternen zusammen – eine Anspielung an die europäische Flagge. Das Bio-Siegel der Europäischen Union steht für

  • artgerechte Tierhaltung
  • die Verarbeitung von Rohstoffen im Einklang mit der Natur
  • Verzicht auf Lebensmittelbestrahlung
  • Verzicht auf den Einsatz gentechnisch manipulierter Organismen
  • Verzicht auf chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel.

Bioland

Hinter diesem Siegel steht ein traditionsreicher Verband von Öko-Bauern. Über die EU-Kriterien hinaus treten sie ein für

  • ökologische, ökonomische, sozial verträgliche Landwirtschaft
  • Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
  • regionale Kreisläufe
  • Futter aus eigener Herstellung
  • ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Anzahl der gehaltenen Tiere und der Hoffläche
  • Schlachthöfe in einer Entfernung von maximal 200 Kilometern
  • Verzicht auf synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel
  • Verzicht auf eine große Anzahl von Zusatzstoffen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln.

Naturland

Auch dies ist ein Verband von Öko-Bauern. Zu ihren Anforderungen, die weiter reichen als die der EU, gehören

  • ökologische Waldnutzung
  • Entwicklung von Öko-Aquakulturen und nachhaltiger Fischerei
  • strenge Öko- und Tierschutz-Standards
  • verbindliche Sozialrichtlinien.

Naturland unterhielt auch die ersten auf Ökolandbau umgestellten Teegärten.

demeter

Demeter ist der älteste Verband für ökologische Landwirtschaft, benannt nach der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin. Die Demeter-Ansprüche an Lebensmittel und Landwirtschaft gehen zurück auf die Lehren Rudolf Steiners, der zum Beispiel auch die Waldorf-Pädagogik begründet hat. Demeter-Höfe wirtschaften biologisch-dynamisch, was über die Anforderungen für das EU-Siegel hinausgeht. Das heißt:

  • Die Bodenfruchtbarkeit wird durch selbst angefertigte Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien nachhaltig gefördert.
  • Tiere werden gehalten, damit ein ganzheitlicher organischer Kreislauf entstehen kann.

 

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