Bericht-Kartoffel_Jaeger

Ganz schön anspruchsvoll

Zu Unrecht gelten Kartoffeln als einfach: Beim Anbau muss vieles berücksichtigt werden. Ein Besuch bei Willi Jaeger in Geilenkirchen.

„Kartoffeln haben mich interessiert, denn sie sind eine spannende, anspruchsvolle Kultur. Sie sollen ja gut schmecken, und da sind die Unterschiede von Standort zu Standort sehr groß. Als Betriebsleiter hat man dadurch viele

Möglichkeiten zu gestalten“, erzählt Willi Jaeger. Seit Anfang der 2000er Jahre

baut er auf seinem Betrieb in Geilenkirchen im Kreis Heinsberg neben Getreide, Mais, Ackerbohnen und Zuckerrüben nun auch Kartoffeln an. Derzeit ist es die festkochende Belana und die vorwiegend festkochende Toskana.

Geerntet werden sie jetzt, im September. Aber auch schon viele Monate vorher halten die Kartoffeln ihren Produzenten auf Trab. Im Frühjahr werden die Mutterknollen in die Erde gesetzt. Dafür hat Willi Jaeger eine hochmoderne Pflanzmaschine, die in einem Arbeitsgang den Ackerboden in der Tiefe lockert, das Erdreich zerkrümelt, die Knollen in die Erde setzt und anschließend aus dem Erdreich schützende Dämme darüber formt. Dann wird regelmäßig der Wuchs der Pflanzen kontrolliert, damit Jaeger und seine Leutesehen, wie sich die Kartoffeln entwickeln und was sie brauchen. „Ideal für Kartoffeln ist eine Temperatur von etwa 20 Grad und gelegentlich Regen“, so Kartoffelexperte Jaeger. Auf den schweren Böden im Rheinland gedeihen die Kartoffeln bestens. Aufgrund des besonders guten Geschmacks sind die Kartoffeln von den Böden Nordrhein Westfalens gefragter denn je.

Wenn die Wachstumskontrollen im Spätsom- mer dann endlich zeigen, dass die Kartoffeln reif für die Ernte sind, werden sie gerodet und eingelagert. Dafür gibt es auf Jaegers Betrieb zwei große Hallen, in denen nach der Ernte die Kartoffeln bei etwa sechs Grad Celsius gelagert werden. Da das Gebäude gut isoliert ist, reicht eine mechanische Kühlung. Kontinu- ierlich überprüfen Jaeger und seine Leute die Qualität und die Lagerbedingungen.

Nach und nach werden sie dann in den jeweils benötigten Mengen zum Westfälisch-Rheini- schen Kartoffelhandel (WRK) gebracht, den Jaeger zusammen mit seinem Kollegen Josef Schotenröhr gegründet hat, um die Wege zwischen Feld und Verbraucher so kurz wie möglich zu halten. Beim WRK in Ahlen werden die Kartoffeln der Größe nach sortiert, gewa- schen und verpackt. Durch das Waschen ist es möglich die Kartoffeln vorab zu verlesen und sicherzustellen dass der hohe Qualitäts- standard gewährleistet werden kann.

Dann führt ihr Weg direkt weiter zu den Supermärkten der REWE Dortmund.

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