Einfach dufte: Knoblauch gibt dem Frühling Pepp!

So zart und grün-weiß, wie sie aussehen, passen Knoblauchzehen perfekt in den Frühling. Ihr würziges Aroma entspricht freilich nicht ganz den blumigen Gerüchen, die wir mit diesen Wochen assoziieren – kann aber in der Küche in vielen Gerichten eine köstliche Bereicherung sein! Knoblauch gehört zu den Lauchpflanzen. Das erkennt man bei frischen Knollen auch daran, dass mittig ein langer Stängel heraustreibt, der optisch an Porree erinnert. Dieser findet allerdings in der Küche keine Verwendung; vielmehr geht es hier um die zehn bis zwanzig Zehen, die ihn ringförmig umgeben. Seit etwa 5.000 Jahren essen Menschen Knoblauch, um damit ihren Speisen einen kräftigeren Geschmack zu verleihen und ihre Gesundheit zu unterstützen. Als Heilpflanze wurde Knoblauch bereits früh eingesetzt. Zugeschrieben werden ihm unter anderem eine antibakterielle, desinfizierende Wirkung, die Stärkung des Herzens und der Blutgefäße. Im antiken Rom soll er für Mediziner eines der wichtigsten Arzneimittel gewesen sein, dessen Anbau sie in allen neu eroberten Ländern umgehend veranlassten. Zuvor hatten die Ägypter beim Bau der Pyramiden auf die kräftigende Wirkung dieser außergewöhnlichen Pflanze gesetzt: Die Arbeiter erhielten rohe Zwiebeln und Knoblauchzehen, um gesund und bei Kräften zu bleiben. Verstorbene Pharaonen erhielten die scharf-würzigen Knollen auch als Grabbeigaben.Beim Kochen lässt sich Knoblauch in unterschiedlicher Weise einsetzen: als ganze Zehe, zerdrückt, in Scheibchen geschnitten; in Öl angebraten, ins Fleisch gespickt, gedünstet oder gekocht. Wer es nicht ganz so intensiv mag, kann die Zehen der Länge nach aufschneiden und den Keim herausschneiden. Sofern dieser bereits oben heraus wächst und sich grün verfärbt, sollte man das auf jeden Fall tun, da der Keim dann nicht mehr gut verträglich ist. Gelagert wird Knoblauch am besten kühl und trocken. Einfach dufte: Knoblauch gibt dem Frühling Pepp!

Das schmeckt!

Knoblauch ist ein allrounder, der zu vielen herzhaften gerichten passt. zunächst zu allen Back- und Teigwaren wie Pizza, Pasta und Quiche, außerdem zu mediterranem gemüse und Pilzpfannen. Geflügel und Shrimps lassen sich hervorragend mit einer Kombination aus Knoblauch und Zitrone abschmecken. Lammbraten – für viele ein Osterklassiker – verlangt geradezu nach Knoblauch als Gewürz. Kräuterquark, Sour cream und Mayonnaise schmecken  besonders pikant, wenn man eine zerdrückte Zehe Knoblauch hinzugibt.

 

Frühlingsgefühle?
Auch in den Listen pflanzlicher Aphrodisiaka taucht Knoblauch auf. Aber Vorsicht: Damit der gewünschte und nicht etwa der gegenteilige Effekt eintritt, sollte man Gerichte mit viel Knoblauch lieber gemeinsam genießen – immerhin ist der Geruch, den man hinterher verströmt, nicht jedermanns Sache!

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