Die Frühlingszwiebel – Feinwürzig & unkompliziert

Die Frühlingszwiebel – Allium fistulosum  – auch Frühlingslauch, Zwiebelröhrchen, Winterhecke und Lauchzwiebel genannt, ist eine besondere Form der normalen Speisezwiebel.  Es gibt sie in zwei Varianten: Mit der kleinen zwiebelförmigen Verdickung verraten sie ihre enge Verwandtschaft mit der großen, robusteren Schwester auf den ersten Blick. Ohne die Verdickung – botanisch eine sogenannte Bulbe – sehen Frühlingszwiebeln dem Babylauch zum Verwechseln ähnlich. Nur wer genauer hinguckt, sieht den kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Das Grün hat nicht wie beim Lauch eine flache Blatt-, sondern die für Zwiebeln typische Röhrenform. Obwohl ihr Name anderes vermuten lässt, sind Frühlingszwiebeln das ganze Jahr über erhältlich. Im Winter handelt es sich allerdings meist um Importware aus Spanien, Italien und Südfrankreich. Diese Länder sind gleichzeitig auch die Hauptanbaugebiete. Im Frühsommer hingegen werden unsere heimischen Lauchzwiebeln frisch im Bund angeboten. Ihre Zubereitung ist unkompliziert:  Sowohl der weiße als auch der grüne Teil der Lauchzwiebel werden verwendet. Einfach gründlich abspülen und das unterste Stück der Zwiebel abschneiden, um die Wurzeln zu entfernen und schon sind sie zur Verarbeitung bereit. Da Lauchzwiebeln empfindlicher sind als die gewöhnliche Speisezwiebel, halten sie sich maximal eine Woche im Kühlschrank. Die knackig frische Frühlingszwiebel ist vielseitig  und eignet sich perfekt für alle Gerichte, die nur kurz oder gar nicht gegart werden. Sie verfeinert etliche Speisen mit einem fein würzigen  Zwiebelgeschmack, dabei weniger intensiv als gewöhnliche Zwiebeln und bringt auch noch Farbe ins Spiel. Es gibt nichts Herzhaftes worin sie nicht schmeckt, ob in Gemüse-, Pilz- und asiatischen Gerichten. Ihren großen Einsatz findet sie durch Ihre Zartheit als Rohkost in Salaten, Quark oder Cremes und Dips,  als Garnitur auf Broten, Suppen, Eierspeisen oder auf unserem Flammkuchen aus der Pfanne.

Tipp:
Achten Sie darauf, sie nicht zu lange oder zu heiß zu braten oder zu dünsten. Die sensiblen Stängel verlieren sonst schnell an Aroma  oder verbrennen!

Flammkuchen aus der Pfanne
(ca. 12 Stück)

Zutaten:

Teig

  • 500 g Vollkornweizenmehl, frisch gemahlen
  • ½ Würfel Hefe
  • ca. 220-250 ml warmes Wasser
  • 3 EL Olivenöl
  • ½ TL Vollmeersalz

Belag

  • 3-4 Bund Frühlingszwiebeln
  • 3-4 Becher Schmand (je 200 g)
  • 3-4 EL Hefeflocken
  • Kräutersalz
  • 1 TL Bockshornklee, gemahlen; oder Schabzigerklee, gemahlen

 

Zubereitung:
1. Für den Teig alle Zutaten michen und gründlich 10 Minuten kneten. Der Teig muss fest sein. Eine Stunde abgedeckt ruhen lassen.

2.Für den Beleg die Wurzeln der Frühlingszwiebeln entfernen, gründlich waschen und in 0,5 cm breite Ringe schneiden. Den Schmand mit den Hefeflocken glattrühren und mit Kräutersalz und Klee würzig abschmecken.

3. Nach der Ruhezeit den Teig nochmals durchkneten und in 60 g Stücke teilen. Jedes Teigstück sehr dünn ausrollen (ca. 2-3 mm, ca. 17-20 cm Ø). Auf den Teig 1-2 EL des angerührten Schmands streichen und vorsichtig in die vorgeheizte (E-Herd Stufe 7 von 12) Pfanne geben. 2 EL Zwiebelringe darüber verteilen und ohne Fett bei geschlossenem Deckel einige Minuten ausbacken bis der  Flammkuchen knusprig ist.

Viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit!

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