Entspannter schenken mit DIYs

Alle Jahre wieder …
das fing, als wir Kinder waren, so vielversprechend an! Alle Jahre wieder Geschenke, Geschichten und Bilder vom Christkind. Wie konnte es passieren, dass man plötzlich in einem erwachsenen Leben aufwacht, in dem sich in der Vorweihnachtszeit eine Verpflichtung an die nächste reiht? Und das auch noch unter der allgegenwärtigen Frage: „Was soll ich schenken?“ Besonders heikel  sind wohlmeinende Vereinbarungen nach dem Motto: „Dieses Jahr schenken wir uns mal nichts!“ Garantiert zieht irgendjemand dann doch ein Geschenk aus der Tasche – und der andere guckt  verlegen. Viel schöner ist doch: „Dieses Jahr schenken wir uns etwas kleines Selbstgemachtes!“
Überraschungen aus der eigenen Küche sind eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Jetzt ist die Zeit dafür, denn im Winter haben viele Früchte Saison, aus denen sich köstliche Spezialitäten  machen lassen, zum Beispiel Zitrusfrüchte und Nüsse. Aber nicht nur sie! Auch ein Kohlkopf lässt sich einkochen und zu leckeren Geschenken verarbeiten, die garantiert gut ankommen.

 

Orangen-Zitrus-Chutney – ein Hauch von Indien

Das Chutney passt zu Fleischgerichten
mit Rind, Wild oder Schwein.

• 3 Orangen
• 1 Apfel
• 50 g Rosinen
• 60 g Rohrzucker
• 1 EL Fruchtessig
• 3 EL Calvados
• 2 Teelöffelspitzen geraspelter Muskat
• Saft einer halben Zitrone

Die Orangen ganz von der Schale befreien und kleinschneiden. Den Apfel waschen, entkernen, in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit allen  anderen Zutaten etwa 20 Minuten lang kochen. Wie Marmelade in Schraubgläser füllen, diese kopfüber aufstellen, damit sich ein Vakuum bildet, und  abkühlen lassen. Zum Verschenken das Chutney mit einer hübschen Stoffhaube versehen. Achtung: Da das Chutney deutlich weniger Zucker enthält  als zum Beispiel eine Marmelade, hält es sich auch weniger lange. Es sollte im Kühlschrank verwahrt und innerhalb der nächsten Wochen verzehrt  werden. Geöffnete Gläser möglichst nach ein paar Tagen aufbrauchen!

 

Bittere Orangenmarmelade – herrlich britisch!

Dieser Klassiker erfordert geduldige Schnibbelarbeit –
ist ansonsten aber einfach und absolut krisensicher!

1 kg Bio-Orangen
1 kg Gelierzucker 1:1

Die Orangen heiß abwaschen. Mit einem Sparschäler die dünne, feste, orangefarbene Außenhaut abtrennen – möglichst ganz ohne den weißen Teil der Schale! Mit einem Wiegemesser auf einem  großen Brett die Orangenschale fein wiegen. Beiseite stellen. Die weiße, weiche Schale von den Früchten lösen und wegwerfen. Alle Orangen in einzelne Stücke zerteilen, diese kleinschneiden.  Falls vorhanden, dafür ein Brett mit einer ringsum verlaufenden Rinne verwenden, um möglichst den Saft aufzufangen, der beim Aufschneiden austritt. Das geschnittene Fruchtfleisch, den daraus  ausgetretenen Saft und die fein gehackte Orangenschale mit dem Gelierzucker vermengen. Zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren einige Minuten lang kochen lassen, dann in  saubere Gläser mit Schraubverschluss oder in Weckgläser füllen. Die Gläser schließen, kopfüber aufstellen, abkühlen lassen. Anschließend können sie mit Aufklebern oder einer bunten Stoffhaube  zum Verschenken hübsch hergerichtet werden.

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