Gemüse

A

AubeAuberginergine (Solanum melongena) – Auberginen sind in der Regel keulenförmig, dunkelviolett bis schwarz und circa 20 Zentimeter lang. Sie kommt wahrscheinlich aus Asien, wo sie seit 4.000 Jahren angebaut werden. In Europa haben sie erst die Sarazenen in Andalusien kultiviert, die Italiener kochen mit ihnen seit dem 15. Jahrhundert. Die Aubergine wird heute insbesondere in der mediterranen, orientalischen und türkischen Küche verwendet und wird dort gedünstet, gebraten oder gekocht. Der Variantenreichtum reicht vom Moussaka über das Ratatouille. Bis zum Auflauf. Sie kann aber auch wie die Paprika gefüllt serviert werden. Salz wirkt auf Auberginen osmotisch und zieht Fruchtsaft und dabei Bitterstoffe aus der Frucht, die anschließend abgewaschen werden können. Auberginen werden am besten separat und nicht länger als eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt. Angeschnittene Auberginen halten sich nur zwei bis drei Tage.

B

BrokkoliBrokkoli (Brassica oleracea var. italic) – Der Brokkoli stammt aus Kleinasien und war in Europa lange Zeit nur in Italien bekannt. Entgegen dem hartnäckigen Gerücht, dass er roh giftig sei, kann man Brokkoli sowohl roh als auch gegart essen. 10 bis 15 Minuten Kochzeit in siedendem Wasser reichen dafür völlig. Da die Inhaltsstoffe sehr wasserlöslich sind, werden insgesamt kurze Kochzeiten empfohlen. Durch Dämpfen oder kurzes Anbraten bleiben die meisten Stoffe aber erhalten. Wichtig ist, dass die abgetrennten Brokkoliröschen ca. dieselbe Größe haben. So sind sie zeitgleich fertig. Aber nicht nur die Röschen, auch Blätter und Stängel sind essbar und lassen sich wie Spargel anrichten. Frischer Brokkoli sollte dunkelgrün bis blaugrüne Färbung aufweisen. Der Kopf sollte recht kompakt sein, die Blütenstände straff. Brokkoli lässt sich leicht einfrieren, sollte aber zuvor für drei Minuten blanchiert werden. Er ist im Gefrierbeutel verpackt bis zu neun Monate haltbar.

C

ChicoréChicoréee (Cichorium intybus) – Was man als „Chicorée“ kennt, ist nur der obere Teil einer Pflanze – nämlich die Knospe einer Art der „Gemeinen Wegwarte“. Diese, auch „Zichorie“ genannt, hat jedoch auch eine lange, rübenartige Wurzel. Ursprünglich war es vor allem dieser Teil, den man verwendete: Man röstete die Rübe und stellte daraus Kaffee-Ersatz her. Eher zufällig stellte man fest, dass die zarten, leicht bitteren Blätter der Knospe noch viel besser in der Küche verwendet werden können. Der größte Teil der Blätter ist weiß. Da die Knospen unter lichtdichten Abdeckungen gezogen werden, können sie kaum Farbstoff entwickeln. Nur die Außenränder der Blätter sind zart grün-gelb; bei einigen Sorten auch dunkelrot. Bekannt ist Chicorée als Salat und Rohkost. Ein Geheimtipp ist aber auch, Chicorée als Gemüsebeilage zu dünsten oder zu braten.

Cherry-CherrytomateTomate (Lycopersicon esculentum) – Ursprünglich war die Tomate eine kleine gelbe Frucht aus Südamerika, die in Europa als „Pomi d’oro“ (Goldener Apfel) bekannt war. Erst später züchteten Forscher zu den roten Leckereien, die wir heute kennen. Die Cherrytomate erinnert noch heute ein wenig an die kleinen gelben Früchte von damals. Denn die 2.5 Zentimeter großen Früchte sind nicht nur in der bekannten roten Farbe zu finden, sondern auch gelb erhältlich. Cherrytomaten schmecken besonders süß und sind dadurch perfekt als Snack für zwischendurch geeignet. Tomaten haben es gerne schön kühl. Den Kühlschrank mögen die Nachtschattengewächse dagegen gar nicht, da es ihnen dort schon wieder zu kalt ist. Auch müssen sie von anderem Obst und Gemüse ferngehalten werden, damit diese nicht durch das aus den Tomaten ausströmende Ethylen schneller schlecht werden. Am besten schmecken Tomaten, wenn sie frisch auf den Teller kommen. Je kürzer der Transportweg, umso besser.

D

DillDill (Anethum graveolens) Das gefiederte, zarte Kraut, dessen ursprüngliche Heimat in Vorderasien liegt, zählt heute zu den meist angebauten Kräutern im deutschsprachigen Raum. Ihre aromatischen Spitzen werden als frische Kräuter gehandelt, während der mittlere Teil zu industriellen Zwecken genutzt wird, etwa zur Zubereitung von Gewürzgurken. In der Regel werden aber nur maximal 50 cm der Pflanze, die bis zu 120 cm hoch werden kann, geerntet.

Naturheilkundler schätzen Dillblätter als eine Hilfe gegen Magenkrämpfe und Verdauungsstörungen. In der Küche ist Dill wegen seines kräftigen, herb-süßen Aromas, das an Anis und Kümmel erinnert, auch mit Zwiebel, Petersilie und Knoblauch gut zu kombinieren. Er passt zu Gurken- und anderen Salaten, Kräuterquark, schmeckt pur auf dem Butterbrot, zu Fischgerichten, Kartoffeln und Grüner Soße.

E

Erbsen

Erbsen In den grünen Schoten, die etwa so lang sind wie ein kleiner Finger, stecken wahre Geschmackserlebnisse! Erbsen gibt es zwar auch tiefgekühlt oder in Dosen, bereits „ausgepult“ und verzehrfähig – aber die Mühe, frische Erbsen selbst aus der Schale zu lösen, lohnt sich auf jeden Fall. Die Zubereitung nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch, ist aber einfach. Auf leichten Druck hin platzt die Schale gleich auf und offenbart die glänzenden, grünen Samen. In kleinen Mengen kann man Erbsen auch roh essen. Gekocht schmecken sie in vielen Eintöpfen, aber auch zu Pasta, Fleischgerichten oder auf eine Quiche. Wie alle Hülsenfrüchte enthalten Erbsen reichlich Eisen, außerdem Protein, Kalium, Phosphor, Zink, Magnesium und zahlreiche andere wertvolle Inhaltsstoffe.

EinlegegurkenEinlegegurken Die kleinen, dunkelgrünen Einlegegurken mit ihrer typischen, unregelmäßigen Ober äche gibt es es von Mitte Juli bis September aus heimischer Freilandernte. Ihr Wassergehalt liegt bei etwa 95 Prozent. Im Sommer findet man Gurken deswegen so herrlich erfrischend – sozusagen eine natürlich gewachsene Was- ser asche.Abernichtnurdas: Einlegegurken lassen sich sehr gut haltbar machen. Dafür werden sie gewaschen, nach Belieben in Stücke geschnitten und mit abgekochter, heißer Salz-Essig-Wassermischung übergossen, bis sie völlig bedeckt sind. Auch Senf- und Dillsamen, Zwiebeln, Möhren, Chili oder Knoblauch kann man hinzugeben und die Gurken einige Tage ziehen lassen. Verschlossen in luftdichten Gläsern, bei kühler, dunkler Lagerung, halten sie sich dann mehrere Monate lang.

F

G

grüner SpargelGrüner Spargel (Asparagus officianlis) – Grüner Spargel kommt von den gleichen Pflanzen wie der weiße. Im Gegensatz zu diesem wird er überirdisch geerntet, wenn die Stangen 20-30 cm aus der Erde herausgewachsen sind. Durch den Einfluss von Sonnenlicht entsteht die grüne Farbe.Die Saison beginnt etwa Mitte April und endet am 24. Juni.Grüner Spargel kann für alle klassischen Spargelgerichte verwendet werden. Gekühlt und in ein feuchtes Tuch gewickelt, bleibt er nach dem Einkauf zwei bis drei Tage lang frisch.

Grüne BohnenGrüne Bohnen - Grüne Bohnen wurden schon vor etwa 6.000 Jahren in Peru kultiviert. In Deutschland haben grüne Bohnen von Mai bis Ok- tober Saison. Frische Bohnen erkennt man an ihrer kräftige Farbe und ihrer knackig festen Schale. Früher bedeutete das Zubereiten grüner Bohnen viel Arbeit für die Hausfrau, weil entlang der „Naht“ ein Faden verlief, der gezogen werden musste. Die meisten neuen Sorten haben den nicht mehr.

Die Bohnen können dann ein-fach gespült und im Salzwasser gegart werden. Vorsicht: Grüne Bohnen darf man niemals roh essen! Sie enthalten einen unverträglichen Stoff, der beim Kochen jedoch zersetzt wird. Auch für einen Bohnensalat müssen sie also erst gegart werden. Abgerundet werden Bohnengerichte mit frischen Kräutern – zum Beispiel Bohnenkraut oder einer provenzalischen Mischung.

H

I

J

Jaroma KohlJaroma Kohl (Barassica Oleracea convar capitata) – Jaroma-Kohl® ist eine wiederentdeckte Variante des Weißkohls, die bereits im 16. Jahrhundert bekannt war, dann aber in Vergessenheit geriet. Seine zarten, magenschonenden Blätter haben eine kurze Garzeit und schmecken köstlich.Klassisches Wintergemüse? Von wegen! Jaroma-Kohl® hat das ganze Jahr über Saison.Kohl mag es kühl und dunkel, etwa im Keller. Zubereiten lässt er sich in vielerlei Kombination – im Winter zum Beispiel mit Steinpilzen, Hackfleisch oder Mettklößchen. Doch er harmoniert auch, ganz frühlingshaft, mit Garnelen oder Maibock und Ingwer.

K

KartoffelKartoffel (Solanum tuberosum) – Kartoffeln werden gern als Dickmacher verpönt, sind aber tatsächlich echte Schlankmacher. Mit einem Ballaststoffemix und viel Stärke, dazu einem angenehmen und andauernden Sättigungsgefühl, machen die Kartoffel zu einem modernen Lebensmittel. Viel Vitamin C und B sind ebenfalls enthalten. Kartoffeln lagert man am besten lichtgeschützt und luftig. Verfärbte Stellen sollte man stets großzügig wegschneiden. Die häufig erhältliche festkochende Sorten sind kernig im Biss und schmecken saftig. So sind sie gut für Salz-, Pell- und Bratkratoffeln sowie Salate geeignet.

KERBELKerbel (Anthriscus cerefolium) – Kerbel stammt ursprünglich aus Südosteuropa und Asien. Heute ist er ein weit verbreitetes Küchenkraut, das auch in vielen regionalen Gärten gedeiht. Da seine Blätter am besten schmecken, bevor sich die kleinen, weißen Blüten der Pflanze entwickelt haben, ist ein halbschattiger Standort ideal: So lässt sich die Blüte hinauszögern. Die zierlichen, gefiederten Blätter ähneln optisch denen der Petersilie, aber ihr Geruch erinnert eher an Anis. Kerbel hat eine kräftige Würze mit leichter Süße. Um dieses Aroma voll zu erhalten, sollte Kerbel nicht erhitzt, sondern erst nach dem Kochen an ein Gericht gegeben werden. Kerbel gehört in die klassische, französische Kräutermischung „Fines herbes“, in die Frankfurter Grüne Soße, zu Geflügel und Fisch.

KnoblauchKnoblauch (Allium sativum) – Wie die Zwiebel stammt auch dieses Lauchgewächs aus den Bergregionen Zentralasiens. Experten behaupten, dass jede Knoblauchsorte anders schmecken würde. Von mildem bis starkem Aroma und hoher Schärfe ist die Bandbreite sehr groß, doch anders als beim Chili hält die Schärfe nur wenige Minuten an. Knoblauch ist nicht kälteempfindlich und hält sich bei Zimmertemperatur ein bis zwei Monate, ohne weich zu werden und kann auch bei Temperaturen um 0°C über Monate lagern. Er entwickelt nur wenig Ethylen, kann dafür aber seinen Geruch auf andere Produkte übertragen. Getrennte Lagerung ist daher sinnvoll.

KorianderKoriander (Coriandrum sativum) – Beim Koriander gilt es, zwischen Blättern und Samen zu unterscheiden. Tradition hat in Europa die Verwendung der pulverisierten Samen, etwa für Brot oder Kohlgerichte. Trick: Wenn man die Samen zuerst leicht anröstet, entfalten sie ihr Aroma umso besser. Anderenfalls überwiegen manchmal die Bitterstoffe.

Durch Einflüsse aus Südamerika und Asien nutzt man heute aber auch hierzulande gerne das höchst aromatische grüne Blätterkleid. Markant ist der Geruch des Korianders: scharf, bitter, leicht zitronig und ein wenig seifig. Gerade durch dieses besondere Aroma sind sie bestens geeignet, um in deftigen Eintöpfen, zum Beispiel aus Linsen, einen besonderen Akzent zu setzen. Auch feine Salatvariationen können mit Koriander entstehen.

Knollensellerie

 Knollensellerie - Knollensellerie ist ein echter Alleskönner. Zum einen lässt er sich vollständig verarbeiten, denn sowohl seine Knolle als auch seine Blätter sind gesund und höchst aromatisch. Zum anderen sind mit ihm einfach so viele Gerichte möglich: vom Smoothie über das Gemüse- schnitzel bis zu unterschied- lichsten Suppen und Salatkom- positionen. Wer abends beim Fernsehen nochmal ein bisschen knabbern mag, findet in Selleriestreifen mit einem Glas Tomatensaft dazu eine leckere, leichte Alternative zu Chips und Cracker. Direkt mit dem Knollensellerie verwandt ist der Staudensellerie. Geschmacklich ähneln sich beide sehr, wobei Staudensellerie in seiner Struktur aber feiner ist. Für Salate oder als Rohkost ist er daher, je nach Vorlieben, ein bisschen besser geeignet.

 

L

LauchzwiebelLauchzwiebel (Allium fistulosum) – Lauchzwiebeln wuchsen vermutlich schon vor vielen tausend Jahren in China. Über Sibirien, wo sie wild wachsen, gelangten sie nach Europa und werden hier seit dem 17. Jahrhundert kultiviert.Hiesige Lauchzwiebeln werden von Anfang März bis Mitte November geerntet.Lauchzwiebeln halten sich bei 3 Grad mehrere Tage lang. Sie wird roh oder gekocht verwendet, etwa in Suppen, Salaten und kann als Ersatz für Schnittlauch genommen werden.

LiebstöckelLiebstöckel (Levisticum officinalis)Aus Persien soll er kommen und in der Antike eines der beliebtesten Kräuter der Römer gewesen sein. Wie so vieles, brachten sie ihn mit ins nördliche Europa, wo er fortan fester Bestandteil zahlreicher Bauerngärten wurde. Obgleich Liebstöckel auch als „Maggi-Kraut“ bekannt ist, hat er mit der Flüssigwürze nur seinen aromatisch-salzigen Duft gemeinsam: Enthalten ist er darin nicht. Liebstöckel ist ein herbes Kraut, das auch an Sellerie ein wenig erinnert. Größere Blätter können auch ein wenig bitter-scharf schmecken. Entsprechend ist Liebstöckel das Gewürz der Wahl, wenn es um deftiges Essen geht: Kartoffelsuppe, Sülze und andere Fleischgerichte, Rührei, Rösti und dergleichen mehr.

Auch die Samen des Liebstöckels lassen sich in der Küche verwenden. Sie verleihen Brot und anderem Gebäck einen angenehmen, kräftigen Geschmack.

M

MajoranMajoran (Origanum majorana) – Majoran ist, eben Petersilie und Schnittlauch, das Würzkraut, das in der europäischen Küche am meisten verwendet wird. Dabei stammt es gar nicht von hier: Seine natürliche Heimat ist Indien. Arabische Händler brachten es nach Nordafrika, und von dort in die Welt. Besonders hoch geschätzt wird es zum Würzen von Wurstwaren. Aber nicht nur in der Fleischerei, sondern auch im Hausgebrauch findet es viele Einsatzmöglichkeiten: Ragouts, Suppen, Kartoffel- und Tomatengerichte. Die kleinen Blätter des Majoran schmecken sehr intensiv, daher sollte Majoran immer nur sparsam dosiert werden. Frischer Majoran muss immer gut gespült werden, denn die Pflanzen werden mit 30 bis 60 cm nicht sehr hoch, daher kann Sand zwischen den Blättern sein.

Melissa officinalis

ZitronenmelisseMelisse (Melissa officinalis) ist auch als „Zitronenmelisse“ bekannt. Untrennbar ist mit ihrem Namen wohl das hochprozentige Kräuterwasser „Melissengeist“ verbunden, welches daran erinnert, dass die Melisse wegen ihrer beruhigenden, krampflösenden Wirkung schon vor Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt wurde. Sie kommt aus dem östlichen Mittelmeergebiet und Westasien, wächst heute aber – wild und im Anbau – in vielen Regionen Europas.

In der Küche ist die Melisse aufgrund ihres zitronigen Geschmacks ein Multitalent. Sie verleiht Limonaden, Chutneys und Bowle eine angenehm säuerliche Note. Einen frischen Gegensatz bildet sie zu herzhaften, schweren Gerichten wie Reibekuchen mit Lachs. Auch Quarkspeisen und Salate aller Art gewinnen durch Zitronenmelisse eine angenehm spritzige Note.

 

N

O

OchsenherztomateOchsenherztomate (cuore di bue) – Die Coer de Boef kann bis zu 500 Gramm schwer werden. Sie ist stark gerippt und sehr fleischig. Das Äußere der Tomate ist hellrot, kann aber auch ins Dunkelrot bis Rosa oder Gelbliche gehen. Oft werden sie noch grün geerntet, nehmen dann aber auch schnell die jeweilige Farbe an. Die Schale ist weich und sehr druckempfindlich, was man ihr erst gar nicht zutrauen möchte, so fleischig, wie sie aussieht. Innen kann sie allerdings hohl sein. Die Coer de Boef erinnert in Farbe, Volumen und Gewicht tatsächlich an das namensgebende Ochsenherz. Als süße und nur wenig säuerliche Tomate ist die Coer de Boef eine echte Delikatesstomate, die Ihre Salate auf eine ganz neue Ebene heben wird. Fleischig wie sie ist, passt sie auch ausgezeichnet auf Brote und zu kalten Gerichten. Gelagert werden kann die Coer de Boef leider nicht sehr lange, sollte lieber direkt verzehrt werden. Vor allem in Italien ist diese Tomate sehr beliebt und wird gerne mit Knoblauch, Basilikum und Olivenöl kombiniert. Mozzarella darf da natürlich nicht fehlen.

P

PaprikPaprikaa (Capsicum) – Paprika wurden erst nach und nach zu einem Gemüse. Als die Europäer sie im 16. Jahrhundert aus Südamerika mitbrachten, handelte es sich zunächst um sehr scharfe Sorten, die vorrangig als Gewürz genutzt wurden. Im Laufe der Zeit gelang jedoch die Züchtung immer neuer, milderer Varianten. Heute gehört Paprika zu den beliebtesten, gängigsten Gemüsen. Roh, gedünstet, gebraten, gegrillt, gefüllt, oder pur: Paprika ist ein vielseitiger Genuss. Ihre bunten Farben sind teils reifebedingt, teils auch sortenabhängig. Grüne Paprika sind immer unreif. Später werden die Früchte rot, orange, gelb oder auch lila. Mit der Farbe ändert sich auch der Geschmack. Er wird milder und aromatischer. Paprika sollte man kühl, aber nicht zu kalt lagern. An einer prallen Schale ohne Runzeln erkennt man knackig- frische Paprika.

Q

R

RadieschenRadieschen (Raphanus sativus var. sativus) – Der Ursprung des kleinen Wurzelgemüses ist nicht bekannt. Von Frankreich aus verbreitete es sich ab dem 16. Jahrhundert in Europa.Wenn die ersten heimischen Radieschen aus dem Feld geholt werden, ist der Frühling da: Die Erntezeit beginnt im April und dauert bis November. adieschen isst man ausschließlich roh: im Salat, als Snack oder als Brotbelag. Sie sind kühl zu lagern. Ohne Laub bleiben sie länger knackig.

RosmarinRosmarin (Rosmarinus officinalis) Charakteristisch für Rosmarin ist sein Duft, der an Eukalyptus und Kampfer erinnert. In vielen Gerichten der mediterranen und französischen Küche darf das Kraut, das aus dem Mittelmeerraum stammt, nicht fehlen. Rosmarin ist eine robuste Pflanze. Wer ihn im Kasten oder Garten selbst zieht, hat in der Regel viele Jahre lang Freude daran. Verwendet man die Zweige beim Kochen komplett, etwa in einem Gemüseintopf, dann sollte man sie vor dem Essen entfernen, denn ihr harter Stil eignet sich nicht zum Verzehr. Besser ist es daher, die zarteren, immergrünen Blättchen vom Zweig zu zupfen und nur diese zu verwenden.

Rosmarin ist ein klassisches Grillgewürz, das zu vielen Arten von Fleisch passt, außerdem zu Kartoffeln und mediterranem Gemüse. Auch für pikante Kombinationen eignet er sich – zum Beispiel mit Äpfeln und Ziegenkäse. Aufgrund seines intensiven Aromas ist er sparsam zu dosieren!

S

SalbeiSalbei (Salvia officinalis) – Die länglichen Blätter des Salbei sind kräftig, können fast ein bisschen ledrig wirken und haben auf der Oberfläche einen samtigen Flaum. Sie duften intensiv nach den ätherischen Ölen, die reichlich in ihnen enthalten sind. Diese sind es übrigens auch, die den Salbei zu einer beliebten Arzneipflanze machten: Er wirkt antibakteriell, entzündungslindernd und schweißhemmend.

Vom Mittelmeer aus breitete die Pflanze sich aus. Heute wird sie zum Beispiel auch in Skandinavien, Irland und Amerika angebaut. Salbei wird gerne mit Fisch kombiniert. Außerdem passt er zu Gerichten aus Leber. Da die Bitterstoffe des Salbei die Funktion der Galle ankurbeln können, ist Salbei auch ein geeignetes Gewürz, wenn es darum geht, schwere, fetthaltige Gerichte besser verträglich zu machen.

SüßkartoffelSüßkartoffel (Ipomoea batatas) – Die Süßkartoffel stammt aus Nord- und Mittelamerika. Eines der wichtigsten Anbaugebiete ist North Carolina, wo die Knollen in klimakontrollierten Hallen nachreifen und so ihren charakteristischen, leicht nussigen Geschmack optimal entfalten können.Die Süßkartoffel ist ein ganzjähriges Gemüse.Süßkartoffeln lagern am besten warm und trocken. Sie lassen sich ubereiten wie Kartoffeln, also kochen, backen, frittieren oder braten, erinnern geschmacklich aber eher an Kürbis.

SalatgurkSalatgurkee (Cucumis sativus) – Die grünen Kürbisgewächse sind bei uns das ganze Jahr über erhältlich. Ob aus den Niederlanden, Spanien oder direkt vom Bauer von nebenan: Gurken machen sich in jedem Salat fantastisch. Da Gurken über einen sehr hohen Wassergehalt verfügen, erfrischen Sie ganz automatisch. Besonders leckerer sind sie im grünen Smoothie oder in Asiapfannen. Je nach Sorte besitzen Gurken sehr glatte, geriefte oder auch leicht picklige Schale, die hell- bis dunkelgrün wird. Dabei erreichen sie eine Länge von ungefähr 30 bis 40 Zentimetern und bis zu 500 Gramm. Je satter die Farbe, je glänzender die Schale, desto reifer und frischer sind sie. Weich sollten die Früchte nicht sein. Gelagert werden Gurken am besten im Kühlschrank

T

Tomate 1Tomate (Solanum lycopersicum) – Das Lieblingsgemüse der Deutschen stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Erst Ende des 15. Jahrhunderts startete es seinen Siegeszug in Europa.Die Tomate ist eine Sommerfrucht. Sie schmeckt am besten von Mai bis September. Tomate ist nicht gleich Tomate. Die Sorten unterscheiden sich in Form, Festigkeit und im Geschmack. Daher hat beim Kochen jede ihren optimalen Verwendungszweck: Als Salat, in Ofengerichten, auf dem Grill, als Brotbelag, im Wok oder einfach pur als Snacktomate. Für alle gilt: Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank!

Tomate Tomate 2(mala aurea) – Wer heute Kind ist, wird es sich kaum vorstellen können: Vor siebzig Jahren sprach hier niemand von ihnen. Erst die Gastarbeiter machten sie bekannt. Selbst in Italien hatten sie lange ein Dornröschen-Dasein geführt: Dort baute man Kolumbus’ mittelamerikanisches Mitbringsel über Jahrhunderte hinweg als Zierpflanze an, bis man irgendwann entdeckt, dass die rote Schönheit mehr zu bieten hat als äußere Reize. Tomaten sind extrem vielseitig zu verwenden. Nicht nur in Soßen und Ketchup, sondern auch in Chutneys, Eintöpfen, Salaten, auf Brot oder als Snack. Sie sind kalorienarm, aber sehr geschmacksintensiv und enthalten in hoher Konzentration Vitamin, Kalium, Magnesium und den Stoff Lycopin. Er sorgt für das schöne Rot der Früchte, ist aber auch ein Antioxidans, das die Körperzellen stärkt. Deswegen sind Tomaten so gesund. Als Faustregel kann man sagen: Je kleiner, dunkler und fester eine Frucht, desto intensiver ihr Geschmack.

U

V

W

weißer Spargelweißer Spargel (Asparagus officinalis) – Spargel mochten schon die alten Römer und Ägypter. Nach Deutschland kam er im 16. Jahrhundert. Erst im 19. Jahrhundert entstand die Mode, Spargelpflanzen tief unter Erddämme zu setzen und die Stangen unterirdisch zu stechen, bevor sie durch das Sonnenlicht Chlorophyll – und damit Farbe – entwickeln können. Die Saison beginnt etwa Mitte April und endet am 24. Juni.Spargel wird aufgrund seines zarten Geschmacks gerne als einzelnes Gemüse zubereitet. Auch in Salaten oder auf einer Quiche kommt sein köstliches Aroma zur Geltung.

X

Y

Z

Zucchini Zucchini(Cucurbita pepo subsp pepo convar giromontiina) – Die Zucchini kommen aus dem Mittelmeerraum und können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Dennoch sollten Sie eher zu den kleinen festen Zucchini greifen, die kräftig grün und mit weißen Sprenkeln verziert ist. Ob als Rohkost, Kochgemüse oder als Salat – die Zucchini gilt als Impulsgeber für den Zellstoffwechsel. Mit ihren schnellen Biostoffen löst sie Fette und verbessert die Stressfähigkeit. Vorzugsweise kombinieren Sie die Zucchini mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln und/oder Knoblauch, denn die Inhaltsstoffe der einzelnen Sorten ergänzen sich ideal und schmecken vorzüglich. Gelagert werden Zucchini dort, wo es kühl und schattig ist. Nicht aber im Kühlschrank.

 

shutterstock_292578773Speisezwiebel (Allium cepa L.) – Die Speisezwiebel ist aus dem Haushalt nicht mehr weg zu denken. Sie stammt vermutlich aus Asien und nimmt heute in Deutschland etwa 8%
der Gemüseanbaufläche ein. Damit ist sie nach der Tomate das zweitbedeutendste Gemüse. Die braune Schale der Speisezwiebel kann in ihrer Farbintensität variieren. Das gleiche gilt auch für ihren Schärfegrad. Der hängt mit dem Anteil am ätherischen Öl Allicin zusammen, der übrigens auch für die tränenden Augen beim Schneiden sorgt. Speisezwiebeln
werden überall verwendet: In Suppen, Salaten, beim Braten, Grillen und Kochen. Es gibt nichts, was sie nicht können.

 

shutterstock_266847227Die rote Zwiebel (Allium haematochiton) – Die rote Zwiebel hat eine bis ins Dunkelviolett verfärbte Schale, die besonders dünn ist. Geschnitten ist die Zwiebel leichtrot bis weiß. Ihre Schärfe ist eher mild und mit ihrem leicht süßlichen Geschmack ist sie besonders beliebt für Salate. Sie eignet sich aber auch für Suppen oder Saucen. Zum Beispiel kommt der bekannte Salade niçoise nicht ohne rote Zwiebeln aus. Verwenden Sie die rote Zwiebel auch zum Einlegen von Hering. Rote Zwiebeln passen zudem ideal zu Wild, Grillmarinaden
oder Schmorgerichten. Lagern Sie Zwiebeln immer an einem dunklen, trockenen und kühlen Raum. Dann halten sie sich sehr lange.

 

shutterstock_284770649Zwiebel – Die Schalotte (Allium ascalonicum) – Schalotten sind wesentlich kleiner als Haushaltszwiebeln,unter ihrer dunklen Schale verbergen sich  auch immer mindestens zwei sogenannte Bulben. Ihr leicht rötliches Fleisch hat ein sehr viel dezenteres Aroma, das vor allem in der gehobenen Küche, speziell in Frankreich, verwendet wird. Der Gehalt an den verschiedenen B-Vitaminen, Mineralstoffen und bis zu 10 mg Vitamin C pro 100 g sorgen dafür, dass sie sehr gesund sind. Qualität erkennen Sie bei den Schalotten schon am  Aussehen: Die Haut ist gleichmäßig trocken und dunkelbraun gefärbt. Wer einen dezenten, milden Geschmack möchte, bevorzugt die kleinen Schalotten; größere schmecken meist schärfer und „zwiebeliger“.