Obst

A

ÄpfelApfel (Malus domestica) – Äpfel kamen aus Südostasien zu uns. Laut griechischer Sage holte der Halbgott Herakles sie aus den Gärten der Nymphen. Später berichtete man, Alexander der Große habe die Äpfel von seinen Eroberungszügen mitgebracht. Wenn die Äpfel reif sind, ist der Herbst da. Die meisten Sorten werden zwischen Mitte September und Mitte Oktober gepflückt. Frühere Ausnahmen: Elstar, der schon Anfang September reif sein kann, und spätere, wie Granny Smith, Erntezeit bis in den November.  Kühl, dunkel und feucht gelagert halten Äpfel wochenlang. Wichtig: nicht aufeinander liegend. Zubereitungsarten: roh, gekocht als Marmelade oder Kompott, als Saft oder im Kuchen. Ein Geheimtipp ist der Apfel als süßer Akzent zur herzhaften Mahlzeit.

AprikosAprikosee (Prunus armeniaca) – Wie alles Steinobst gehört auch die Aprikose zu den Rosengewächsen. Sie wird bereits seit 5.000 Jahren kultiviert. Ursprünglich in einem Gebiet von Nord-China bis hin zum Iran und dem Südkaukasus. Über Anatolien gelang die Aprikose im 1. Jahrhundert vor Christus dann nach Italien und Griechenland. Heute wird sie in so gut wie jedem sonnigen Land mit trockenem, gemäßigtem Klima angebaut. Aprikosen werden kurz vor der Vollreife geerntet und reifen auf dem Transportweg nach. Sie sind aber kein Lagerobst. Daher ist es wichtig, beim Kauf auf die Frische der Frucht zu achten. Merkmale sind eine pralle Frucht mit leuchtender Farbe. Aprikosen enthalten viele Fruchtzucker, Fettsäuren und Ballaststoffe. Außerdem haben sie einen hohen Gehalt an Kalium, Eisen und Beta-Karotin.

B

BirnBirnee (Pyrus) – Schon der antike Dichter Homer schwärmte in den Abenteuern des Odysseus von den „göttlichen Früchten“. Die besonders milde Süße der Birnen mag ihn zu diesem Ausdruck inspiriert haben, vielleicht auch die goldene Farbe, die vielen Sorten eigen ist. Weil Birnen vergleichsweise wenig Säure enthalten, werden sie von den meisten Menschen gut vertragen. Ungefähr 5.000 Birnensorten gibt es heute weltweit. In den Handel gelangen jedoch nur die, die besonders lecker schmecken und sich gut halten. Einkaufstipp: Kaufen Sie Birnen immer nur für wenige Tage im Voraus ein und lagern Sie die Früchte kühl! Dann haben sie beim Verzehr genau die richtige Konsistenz. Birnen passen zu allen typischen Obstgerichten, sind aber sehr interessant auch in Kombination mit Herzhaftem, zum Beispiel Fleischgerichten und Salaten.

BananeBanane (Musa) – Bananen stammen aus Südostasien, von wo sie vor Jahrtausenden nach Afrika gelangten. Während der Kolonialzeit führte ihr Weg über die kanarischen Inseln nach Mittelamerika. Später gab es sogar in Großbritannien Anbauversuche.Bananen haben ganzjährig Saison. Sie werden unreif geerntet – das vereinfacht den Transport, ist aber auch besser für den Geschmack. Bananen, die am Baum reifen, werden nicht süß, sondern mehlig.Je gelber die Bananen bereits sind, desto kühler sollten sie gelagert oder schnell verzehrt werden. Abwechslung zu Obstsalat oder Bananenquark: Bananen kann man auch grillen!

BoskoopBoskoop (Malus domestica) – Der Boskoop schmeckt säuerlich und ist ein echter Herbstapfel, der bis in den Winter hinein lagerbar ist. Kein Wunder also, dass er vielen als Bratapfel bekannt ist. Der Apfel ist meist sehr groß und erreicht schnell ein Gewicht von 200 Gramm. Sein Fruchtfleisch ist besonders fest und verfügt über viel Vitamin C. Gelagert werden kann der Boskoop bis zu zwei Wochen, sollte aber ebenfalls wegen seinem Ethylenausstoß fern von anderem Obst und Gemüse gelagert werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks lebt er länger. Der Temperaturfall macht ihm nichts aus. Menschen mit übersäuertem Magen sollten regelmäßig Äpfel essen, da der Apfel hier lindernd wirkt.

BlutoranBlutorange Warenkundege (Citrus sinensis) – Das namensgebende Fruchtfleisch der Blutorangen ist rubinrot. Die Färbung ist auf den Temperaturwechsel zwischen Tag (15 Grad) und Nacht (2 Grad) während der Reifung zurückzuführen. Ansonsten bleibt die Verfärbung aus. Es gibt daher auch Blutorangen mit goldenem oder orangenem Fruchtfleisch. Blutorangen zeichnen sich durch einen herben, kräftigen Geschmack aus, der an Beeren erinnert. Vor allem die Saft-Blutorange Moro ist wegen ihres himbeerähnlichen Geschmacks so beliebt, der angenehm säuerlich-bitter gefällt. Auch bei der Blutorange ist eine grüne Verfärbung der Schale kein Hinweis auf fehlende Reife. Sie sollte nur prall und glatt sein. Kühl und luftig aufbewahrt, kann man sie zwei Wochen lagern. Vor dem Verzehr sollte sie aber Zimmertemperatur haben, dann schmeckt sie am besten. Neben viel Vitamin C enthält eine Blutorange vor allem Folsäure und Ballaststoffe.

Brombeere (Rubus sectio Rubus) – Der Name der Brombeere, die in Eurasien und Nordamerika wächst, kommt aus dem Altdeutschen. „Brãmberi“ bedeutet ungefähr so viel wie „Dornenbüschbeere“ oder „Beere des Dornstrauchs“. Heutzutage werden Brombeeren aber oft von dornenlosen Büschen geerntet. Brombeeren haben keine einheitliche Blütezeit. Sie erblühen das ganze Jahr über und tragen Früchte, dann kommt eine „kreative Schaffenspause“, dann erblühen sie erneut. Entsprechend ändern sich auch Farbe und Geschmack. Brombeeren wachsen an sehr kargen Plätzen, denn sie lieben kalk- und stickstoffarme Plätze oder humusarmen, felsigen Untergrund. Brombeeren können sehr leicht eingefroren werden. Hierfür sollte man die Früchte einzeln auf ein Tablett legen, gefrieren lassen und die Früchte anschließend gesammelt in die Gefrierdose geben. Da sie sonst Aroma und Saft verlieren, sollten Brombeeren nicht gewaschen werden. Bekanntlich sind Brombeeren angenehm saftig und wohlschmeckend, weshalb sie bestens zu Süßspeisen, als Snack oder auf für Säfte, Gelees oder sogar Liköre passen.

C

Clementinen WarenkundeClementine (Citrus x aurantium) – Clementinen sind eine Kreuzung aus Orangen und Mandarinen. Von letzteren unterscheidet sie, dass sie fast keine Kerne haben. In Europa beschrieb sie erstmals im späten 19. Jahrhundert Frère Clement, ein Mönch und Gartenexperte aus Algerien, nach dem sie benannt sind. Die Zeit für Clementinen beginnt etwas später als die Orangensaison. Erhältlich sind sie ähnlich lange, schmecken aber am besten in den Wintermonaten. Clementinen eignen sich, da sie leicht zu schälen sind, als Snack für unterwegs. Als süßeste aller Zitrusfrüchte passen sie zu Desserts, aber auch zu deftigem Essen, dem sie eine aromatische Note verleihen.

CranberrCranberryy (Vaccinium macrocarpon) – Die Cranberry gehört neben der Blueberry und der Concord grape zu den wenigen kommerziell angebauten Fruchtsorten, die in Nordamerika beheimatet sind. Botanisch gehört sie zur Familie der Heidekrautgewächse. Der Name Cranberry stammt vom Vogel Kranich, da die Blüte seinem Kopf ähnelt.Frische Cranberries sind von Oktober bis Dezember erhältlich.Cranberries stärken nicht nur generell das Immunsystem, sondern können z. B. auch gezielt gegen Blasenentzündung helfen. Das schaffen sie durch einen hohen Gehalt an Vitamin A, C, K, Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium und sekundären Pflanzenstoffen.Haltbarkeit: bis zu drei Monate. Aufbewahrung: im Gemüsefach des Kühlschranks. Alternativ können sie auch eingefroren werden und halten sich bei -18° C mindestens ein Jahr. Küchentipp: mit Wasser aufgekocht und mit Zucker gesüßt gelieren sie zu einer dickflüssigen Sauce.

CantaloupeCantaloupe (Cucumis melo var. cantalupensis) – Auch Cantaloup geschrieben, ist eine Varietät der Zuckermelone (Cucumis melo L.), die botanisch in die Gattung der Gurken (Cucumis) eingeordnet wird. Unter der beige-braunen Schale der Cantaloupe verbirgt sich ein festes Fruchtfleisch, dessen sattes Orange an Mango erinnert. Lecker sind sie zum Beispiel frisch aufgeschnitten als Bestandteil einer Obstplatte oder zu Parmaschinken. Da die netzartige Schale der Cantaloupe- Melone (besonders der nordamerikanischen Variante) Bakterien wie Salmonellen tragen kann, sollte die Melone nach Anschneiden nicht länger als drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

D

E

ErdbeereErdbeere (Fragaria) – Schon Steinzeitmenschen mochten Walderdbeeren. Die größere Gartenerdbeere mit ihren rund 20 Sorten kam im 18. Jahrhundert aus Amerika zu uns. Darüber dürften sich nicht nur die Menschen gefreut haben, denn auch bei vielen Tieren ist sie außerordentlich beliebt.Die Hauptsaison liegt in den Sommermonaten. Sortenabhängig und durch geschickte Anbaustrategien dauert die Saison heute von Mai bis Oktober. Erdbeeren sind der Klassiker für Süßes: Marmelade, Cremes, Torten und der gleichen Köstlichkeiten mehr. Sie werden am besten sofort gegessen oder verarbeitet. Ungewaschen kann man sie im Kühlschrank bis zu zwei Tage lang lagern.

ErdnüsseErdnüsse (Arachis hypogaea) – Wann blüht der Erdnussbaum? Die Wahrheit ist: gar nicht, denn es gibt keinen! Zwei Kuriositäten begleiten diesen superbeliebten Snack. Erstens: Erdnüsse sind Hülsenfrüchte – also mit Bohnen, Linsen und Erbsen verwandt. So erklärt sich auch der englische Name: „peanuts“ sind, wörtlich übersetzt, „Erbsen-Nüsse“.
Die vermeintliche Nussschale ist eine Schote. Zweite Merkwürdigkeit: Sie wachsen unter der Erde! Oberhalb der Erde grünes Blattwerk, im Erdreich Wurzeln und Früchte – das erinnert an Kartoffeln. Und doch schmecken sie absolut nussig. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Proteinen. Zu Hause ist die Erdnuss in den feuchtwarmen Regenwäldern Südamerikas. Inzwischen wird sie in vielen Teilen der Welt angebaut. Zu den besten zählen die Erdnüsse aus Israel.

F

shutterstock_295929533Feige (Ficus carica) – Die Feige zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Daher ist es schwer, ihre Heimat genau zu bestimmen. Man vermutet sie allerdings in Vorderasien. In der Antike galt die Feige als Grundnahrungsmittel, das sind sie im Mittelmeerraum noch heute. Bei uns sind die birnenförmigen Früchte als Snack, oder als Vorspeise in  Kombination mit Ziegenkäse und Schinken bekannt. Mit kräftigen Portweinsaucen stellen sie auch einen guten Begleiter zu Fisch. Reichlich Fruchtzucker und Ballaststoffe, aber auch Eisen, Kalium und Calcium bringt die Feige mit. Das wirkt verdauungsfördernd und liefert eine Menge Energie. Achten Sie beim Kauf auf die richtige Konsistenz: Reife Früchte sind weich aber nicht matschig. Eine dunkle Färbung bedeutet Vollreife. Lagern Sie frische feigen eher im Kühlschrank. So halten Sie einige Tage. versuchen Sie aber trotzdem, Früchte nur nach Bedarf zu kaufen.

G

Galiamelone (Cucumis melo) - Die Zuckermelone zählt zur Gruppe der Netzmelonen, was bedeutet, dass ihre Schale gerippt ist. Die gelbe bis grünliche Frucht hat ein grünlich bis weißes, bei manchen Sorten auch orangenes Fruchtfleisch und eine sehr gute Aromaausprägung. Ist die Frucht reif, lässt sich der Stiel von der Frucht lösen. Die Form der Galiamelone ist rund bis oval – ähnlich einem Football. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 1.5 Kilogramm. Melonen sind ideale Durstlöscher, denn sie verfügen über einen hohen Wassergehalt und auf 100 Gramm nur 23 Kalorien. Grundsätzlich kann man sie alle gekühlt und reif genießen. Sind die Kerne mit einem Löffel entfernt, werden die Früchte einfach in kleine Häppchen geteilt. Aber Vorsicht: Als Südfrüchte mögen Sie den Kühlschrank auf längere Zeit gar nicht. Sie werden dann schnell matschig. Galiamelonen können auch leicht angebraten, mit Schinken umwickelt oder als Dessert zubereitet werden. Besonders beliebt sind sie aber in Obstsalaten und in Smoothies

GrapefrGrapefruit Warenkundeuit (Citrus paradisi) – Wie alle Zitrusfrüchte gehört auch die Grapefruit zu den Rautengewächsen. Sie ist um 1720 als natürliche Hybride aus Orange und Pampelmuse entstanden und wird seit dieser Zeit als nährstoffreicher Vitamin-C-Speicher geliebt. Die Schale der Grapefruit ist gelblich bis meist orange und ihr Fruchtfleisch selten weißlich, eher rot. Das rote Fruchtfleisch ist auf Karotinoide zurückzuführen, die auch in Tomaten zu finden sind. Wie alle Zitrusfrüchte reifen Grapefruits nicht nach, werden also ausgereift geerntet und nach Deutschland geliefert. Grapefruits schmecken sauer bis süßsäuerlich mit einer gewissen Bitternote. Halbiert, kann sie gezuckert und ganz leicht ausgelöffelt werden. Auch der ausgepresste Saft stärkt die Abwehrkräfte. Man sagt Grapefruits eine entschlackende Wirkung und Förderung des Stoffwechsels nach.

H

HaselnussHaselnüsse (Corylus avellana) – Haselnüsse sind echte Alleskönner: Ihr ganz spezielles Aroma kann mal süß, mal würzig wirken – je nach Kombination. Gut bekannt sind sie als Zutat zum Gebäck, gerade in der Weihnachtszeit. Auch Nuss- Schokoladen setzen meist auf Haselnuss. Richtig lecker ist die kleine Nuss aber auch, wenn man sie hackt, mit Kräutern vermengt und damit zum Beispiel Fisch, Fleisch oder Gemüse überbackt. Außerdem sind Haselnüsse ein leckerer Snack für zwischendurch. Sie enthalten viel Lezithin, was Nerven, Gedächtnis und Konzentration stärken kann. Besonders gut gedeihen Haselnüsse in etwas milderen Gegenden – deswegen stammen die frischen Haselnüsse bei REWE Dortmund jetzt aus Frankreich.

HimbeereHimbeere (Rubus Idaeus) – Dass wir heute in vielen Ländern Europas frische Himbeeren zum Eis genießen können, verdanken wir den Ordensleuten des Mittelalters: Sie wussten, dass schon in der Antike Himbeeren als Heilpflanze geschätzt waren und setzten sich daher für ihre Kultivierung ein. Die Himbeersaison dauert von Juni bis September.Himbeeren sind aufgrund ihres zarten Fruchtfleisches sehr druck- und lagerempfindlich. Genießen Sie sie am besten schon kurz nach dem Einkauf: Zu Eis, auf dem Kuchen, pur oder in einer köstlichen Dessertcreme.

HokkaidoHokaido (kuri-kabocha) – Die kleine Version des Riesenkürbisses stammt, wie der Name vermuten lässt, von der japanischen Insel Hokaido. Breit rund und orange leuchtend und mit einem Gewicht von ein bis zwei Kilogramm punktet der Hokaido mit geringem Wasseranteil und umso höherer Nährstoffdichte. Er harmoniert besonders mit Chili oder Ingwer. Unversehrte Kürbisse sind mehrere Monate haltbar. Anders als andere Lagerkürbisse, ist der Hokaido kälteempfindlich und benötigt eine Temperatur von 10-15°C. Die Schale des Kürbisses ist verzehrbar und wird gekocht schnell weich, muss zuvor aber gut gewaschen werden. Sie enthält besonders viel Beta-Karotin, aber auch viele Vitamine.

I

J

JohannisbeereJohannisbeere (Ribes) – Johannisbeeren, seien es rote, weiße oder schwarze, gedeihen am besten bei einem gemäßigten Klima. Sie sind in Nordost- bis Mitteleuropa und Nordwestasiens zu Hause. Der Name verrät es schon: Johannisbeeren werden um den Johannistag (24. Juni) reif. Ab da dauert ihre Saison bis in den August. Johannisbeeren passen zu Herzhaftem wie Lamm, Geflügel oder Wild. Sie sind köstlich erfrischend im Sorbet, lassen sich zu Likör, Gelee oder in Sahne-Desserts verarbeiten. Ein Klassiker aus dem Norden ist die Kombination vieler verschiedener Beeren zur „Roten Grütze“. Lagerung der Früchte: am besten kühl, ungewaschen und kurz.

K

Kiwi (AKiwictinidia deliciosa) – Die Kiwi kommt ursprünglich aus China und wurde von einer neuseeländischen Lehrerin und talentierten Gärtnerin nach Neuseeland importiert, wo sie in den Folgejahren erfolgreich angebaut wurde. 1959 gaben stolze Neuseeländer, die auch „Kiwis“ genannt wurden, der Frucht ihren aktuellen Namen „Kiwi“ nach dem Kiwivogel, dem nationalen Symbol Neuseelands. Kiwis sind ganzjährig erhältlich. In den kalten Wintermonaten können Sie die Kiwis als „Energie- und Vitamin-Bombe“ und im Sommer als erfrischenden Imbiss genießen. Zespri Green Kiwis können nach dem Kauf noch ca. zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn Sie nicht möchten, dass sie zu schnell reifen, lagern Sie sie von anderem Obst getrennt. Die gelben, weichen Kiwis können nach dem Kauf direkt verzehrt werden. Bei Raumtemperatur sind sie daher nicht so lange haltbar wie die grünen Kiwis. Im Kühlschrank können gelbe Kiwis eine Woche lang aufbewahrt werden.

Kaki (DiKakiospyros kaki) – Die Farbe der Kaki ist hell leuchtend orange. Daher kommt auch der Name Diospyros, „göttliches Feuer“. Angebaut werden Kakis vor allem in Ostasien, aber auch vielen subtropischen bis warm-gemäßigten Gebieten. So wachsen die “Süß und lecker”-Kakis zum Beispiel in Spanien. Kakis wiegen je nach Sorte 200 bis 400 Gramm und enthalten schön viel Fruchtzucker. Deswegen sind sie auch mit einer tollen Süße versehen. Gelagert werden können Kakis je nach Sorte bis zu einen Monat, im Gefrierfach sogar sechs bis acht Monate. Normal ist allerdings der frische Verzehr. Ursprünglich kommt die Kaki aus Asien. In China wird sie bereits seit 2.000 Jahren kultiviert. In Japan wurden Kakis früher zwischen 30 und 50 Tage vor dem Haus getrocknet.

L

M

MacadamiaMacadamianüsse (Macadamia integrifolia / Macadamia tetraphylla ) – Sie sind eine echte Besonderheit: Macadamianüsse stammen ursprünglich aus dem australischen Regenwäldern. Aborigines schätzten ihre weichen Kerne mit dem buttrigen Geschmack, in denen viele ungesättige Fettsäuren, B-Vitamine und Mineralstoffe stecken, schon lange. In anderen Ländern wurden sie erst bekannt, nachdem der Forscher John Macadam sie im 19. Jahrhundert entdeckt hatte.

Der Anbau von Macadamianüssen ist nur in bestimmten Gebieten möglich. Bei richtiger Lagerung (kühl, trocken, dunkel, ungeschält) halten sie sich bis zu zwei Jahre lang. „Anfänger“ sollten jedoch die geschälten Nüsse wählen, denn die extrem harte Schale lässt sich nicht mit jedem herkömmlichen Nussknacker zerteilen. Dank ihres milden Geschmacks eignen sie sich besonders für süßes Gebäck.

N

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Bild OrangenOrange (Citrus sinensis) – In der Antike kannte man vor allem bittere Orangen. Nachdem der Seeweg nach Indien entdeckt worden war, brachten Seefahrer ab dem 16. Jahrhundert die ersten süßen Orangen aus Nordafrika nach Südeuropa, wo sie kultiviert werden konnten.Es stimmt noch immer die alte Faustregel: Orangen schmecken am besten in den Monaten mit „R“, also im Herbst und Winter. Orangen halten sich bei mäßiger Zimmertemperatur ungefähr zwei Wochen lang. Im Kühlschrank ist es ihnen zu kalt. Lecker sind sie als Saft, im fruchtigen Salat oder Curry, in Fischgerichten – und natürlich in Süßspeisen.

P

ParanüsseParanüsse (Bertholletia excelsa ) – Der Baum, an dem die Paranüsse wachsen, kann mehrere hundert Jahre alt werden. Bis heute wachsen die meisten von ihnen in der südamerikanischen Wildnis, wo ihre Blüten von speziellen, sehr kräftigen Bienenarten bestäubt werden. Agutis, das sind Nagetiere, schleppen die Nüsse von einem Ort zum nächsten, befreien die Samen aus ihrer steinharten Schale und ermöglichen so die Fortpflanzung der Bäume.

Die bis zu 5 cm großen Kerne der Paranuss eignen sich wunderbar als Zwischenmahlzeit. Sie sind sehr gesund, da sie viel Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Phosphor, Vitamin B1 und Mineralstoffe enthalten. Da ihr nussiger Geschmack nicht allzu süß ist, passen sie auch zu verschiedenen Suppen, Pesto, Soßen oder Salaten. Dafür sollten sie dann allerdings gehackt werden.

 

Pistazien Pistazien (Pistacia vera) – Grün wie ein Granny-Smith- Apfel: Pistazien haben eine ganz charakteristische Farbe. Ihr Kern ist weicher als der manch anderer Nüsse, und der
Geschmack erinnert angenehm süß an Marzipan. Insofern überrascht es nicht, dass früher selbst Herrscher sich nach ihr die Finger leckten. Pistazien, die nicht wirklich zu
den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten zählen, werden im arabischen Raum seit der Antike angebaut. Von dort gelangten sie nach Rom und später über die Seidenstraße auch
nach China. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie in die USA importiert, die heute zu den Hauptanbaugebieten gehören. Von dort kommen auch die frischen Pistazien der REWE Dortmund. Sie schmecken lecker als Snack, lassen sich aber auch in Gebäck verarbeiten. Unter gesundheitlichen Aspekten wird ihr hoher Gehalt an Antioxidantien gerühmt.

 

 

Pfirsich (Prunus persica) - Pfirsiche werden bereits seit etwa 4.000 Jahren kultiviert. Ihre Herkunft ist China, er gelangte über Handelswege aber schon sehr früh nach Europa und auch Amerika. Die Steinfrüchte sind sehr frostempfindlich und mögen es eher warm. Einen reifen Pfirsich erkennt man, wenn er auf Druck leicht nachgibt und bei Zimmertemperatur
einen intensiven Duft verströmt. Die Farbe selbst weist nicht auf die Reife hin, sondern ist ein Sortenmerkmal. Entsprechend ihrer Sorte ändern sich auch Zuckerverhältnis und Geschmack. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich hier die Plattpfirsiche „Paraguayos“. Pfirsiche sind eine ausgezeichnete Quelle für Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Zwischen Juni und September ist ihre Hauptsaison, dann können sie frisch verzehrt werden. So passen sie dank des frischen Aromas perfekt zu Fruchtsalaten, Weißweinen oder Bowlen. Sie geben aber selbstverständlich auch tolle Süßspeisen ab und können beispielsweise zu Eis verarbeitet werden.

 

PflaPflaumeume (Prunus domestica) – Pflaumen gehören zur Familie der Rosengewächse und kamen bereits mit den alten Römern nach Nordeuropa. Ihr Heimatland ist vermutlich der Kaukasus. Pflaumen sind entweder blau, gelb, rot oder violett. Ihr Fruchtfleisch rot, gelb oder grünlich. Es schmeckt äußerst saftig, ist sehr aromatisch und kann teils säuerlich, teils sehr süß schmecken. Geformt sind sie oval bis rund und jede besitzt eine Längsnaht. Auf leichten Druck sollten reife Früchte an der Naht nachgeben. Ein Duftfilm auf den Pflaumen sorgt für einen natürlichen Schutz vor Feuchtigkeitsverlust. Pflaumen sind reich an Zucker, Apfelsäure, Ballaststoffen und Vitaminen. Perfekt für Kuchen, Konfitüren, Puddings oder Marmelade. Aber auch zu Braten oder Fleischgerichten machen sich Pflaumen als abwechslungsreicher Geschmacksträger sehr gut.

Q

R

S

 

T

TafeltraubenTafeltrauben (Vitis vinifera) – Als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, war Wein schon vor 7.000 Jahren bekannt. Kaukasus und Sumer, heute Georgien und Irak, sollen erste Anbauländer gewesen sein. Es folgten Ägypten, Griechen und Römer – und durch die Kolonialisierung schließlich Länder in allen Kontinenten.Bei uns wird Wein im Herbst geerntet. Der weltweite Anbau und Handel macht jedoch möglich, zu jeder Zeit frische Tafeltrauben zu genießen.Tafeltrauben haben eine sehr dünne Schale. Das macht sie lecker, aber auch empfindlich. Sie sollten stets nur wenige Tage lagern, kühl und feucht. Wichtig: Tafeltrauben immer erst kurz vor dem Verzehr abwaschen!

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WalnüsseWalnüsse (Juglans regia) – Kaum zu glauben: Walnüsse gab es schon vor der Eiszeit! Menschen erkannten früh ihre wertvollen Eigenschaften. Walnüsse können hervorragend
die Gesundheit unterstützen. Sie gelten als Herz-Kreislaufstabilisierend, nervenstärkend, schweißregulierend, leistungs-und konzentrationsfördernd. Das liegt an ihren wertvollen
Inhaltsstoffen: bis zu 60 Prozent Öl, reichlich Eiweiß, Zink, Magnesium, Kalium und die Vitamine B1 und C. Walnüsse haben eine leicht herbe Note, die süßen Gerichten einen markanten Kontrast verleiht. Auch lecker: einige gehackte Walnüsse zum Salat. Oder als Geheimtipp: Geriebene Walnüsse eignen sich zum Andicken von Soßen. Einfach köstlich sind in diesen Tagen die frischen Walnüsse aus Ungarn und Frankreich!

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ZitronZitronee (Citrus limon) – Zitronen wachsen an immergrünen Bäumen, die äußerst kälteempfindlich sind. Im Laufe eines Jahres kann man sie bis zu viermal ernten. Sie reifen nicht nach, werden also erst geerntet, wenn sie genussfrisch sind. Eine grün-gefleckte Schale ist kein Hinweis auf Unreife. Hauptsache, sie ist schön prall und fest. Ausgetrocknetes Fruchtfleisch sollte dagegen vermieden werden, denn der Saftgehalt ist es, der eine gute Zitrone ausmacht. Daneben ist sie ein hochwertiger Vitamin- C-Spender. Kein Wunder, dass sie vor allem im Winter als Tee, oder als Aromaspender auf Fisch- und Fleischgerichten zum Einsatz kommt. Im Sommer dagegen freuen sich Kinder über selbstgemachtes Zitroneneis oder Limonade. Bei der Lagerung machen sich grüne Zitronen besser als gelbe, besitzen allerdings einen geringeren Saftgehalt. Beide sind einige Wochen haltbar, sollten aber keiner Kälte ausgesetzt werden.